Blizzard redet gerne über die seiner Meinung nach entfachte Revolution des eSports durch die Overwatch League. Dementsprechend hoch ist die Erwartungshaltung an die neue Liga. Jetzt hat das US-amerikanische Unternehmen die offiziellen Zuschauerzahlen der ersten Woche preisgegeben und unterstreicht selbstbewusst das auserkorene Ziel, auch außerhalb des eSports eine der “meist verfolgten Ligen der Welt” zu werden.

Das Interesse an der Overwatch League (OWL) und der zwölf teilnehmenden Mannschaften ist groß. Das legen auch die Zahlen nahe, die Blizzard per Pressmitteilung bereitstellt. Der erste Spieltag lockte demnach durchschnittlich 408.000 Zuschauer pro Minute auf die Übertragungsplattform Twitch, die eine zweijährige Kooperation mit der Overwatch League verhandelte.

Der Höchstwert lag beim Schlager zwischen Seoul Dynasty und Dallas Fuel bei 437.000 Schaulustigen. Hier sind auch die Zuschauerzahlen auf dem Streaming-Dienst der Major League Gaming (MLG) einbegriffen, die seit 2015 bei Activision Blizzard eingegliedert ist.

Im Laufe der Woche flachten diese Zahlen erwartungsgemäß ab. Trotzdem verfolgten immer noch durchschnittlich rund 280.000 Zuschauer die Begegnungen der Overwatch League. Weltweit waren es über die vier Tage hinweg rund zehn Millionen, die auf Twitch, MLG und den chinesischen Streaming-Partnern in Summe einschalteten.

Noch mehr Potenzial

“In Anbetracht der leidenschaftlichen Fangemeinde für Overwatch auf unserer Plattform hatten wir hohe Erwartungen an die Eröffnungsübertragung auf Twitch”, sagt Kevin Lin, Chief Operating Officer von Twitch. Gemessen an der Resonanz der Community habe die OWL einen “tollen Start hingelegt” und führe die Tragweite und das Potenzial des eSports vor Augen.

“Aber das ist erst der Anfang. Mit mehr als 35 Millionen Spielern hat die Overwatch League das Potenzial, eine der meist verfolgten Ligen der Welt zu werden, und das nicht nur im eSport”, wird Pete Vlastelica, Präsident und CEO von MLG, zitiert.

Neben den Onlinezahlen zeigt sich der Veranstalter auch über die Resonanz vor Ort in Los Angeles zufrieden. Sämtliche Tickets seien für die gesamte Eröffnungswoche ausverkauft gewesen, hieß es.